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Klinische Beurteilung und Ganganalyse (Sleip©) von Bewegungsasymmetrien bei Islandpferden im Vorderhandbereich im Rahmen von Kaufuntersuchungen Eine randomisierte Studie an 64 gerittenen vier- und fünfgängigen Pferden klassifiziert nach Gangveranlagung, Altersgruppe und reiterlicher Nutzung

Retrospektive Studie der Pferde mit chronisch rekurrierender Blinddarmobstipation nach chirurgischer Versorgung mittels Erweiterungsplastik des Ostium caecocolicum

Nele Hamer, Volker Sill, Simon Rüegg, Anton Fürst, Corsin Heim

Abstract

Die herkömmliche orthopädische Untersuchung beim Pferd weist, gerade im Rahmen von Kaufuntersuchungen bei Islandpferden, eine geringe Beurteilungssicherheit auf. Ziel der vorliegenden Studie war, eine mögliche Entscheidungshilfe zu entwickeln, um diese Beurteilungssicherheit zu optimieren. Es sollte untersucht werden, ob die häufig beobachteten Ganganomalien überwiegend nicht schmerzassoziierten Bewegungsasymmetrien entsprechen. Um das Gangmuster und die Bewegungscharakteristik von Islandpferden auf der Kreisbahn im Bereich der Vordergliedmaßen und die diesbezügliche Übereinstimmung der Beurteilung zwischen unterschiedlich erfahrenen Tierärzten und dem objektiven Ganganalysesystem Sleip© zu erfassen, wurden vorberichtlich lahmheitsfreie Islandpferde (n = 64) untersucht. Die Evaluation wurde unter standardisierten Bedingungen anhand eines vorgeschriebenen Protokolls im Rahmen von Kaufuntersuchungen durchgeführt. In der Studiengruppe (n = 52) wies dabei der größte Anteil der Islandpferde (n = 28) eine „erwartbare, klinisch nicht eindeutig schmerzassoziierte Bewegungsasymmetrie“ auf der Kreisbahn auf (53,8 %). Sowohl das Alter (p > 0,05) als auch die reiterliche Nutzung (p > 0,05) hatten keinen signifikanten Einfluss auf die Häufigkeit des Auftretens von Bewegungsasymmetrien. „Fragliche Bewegungsasymmetrien“ (n = 8) traten auf der Kreisbahn überwiegend auf beiden Händen mit symmetrischer Ausprägung im Bereich des Hangbeines der äußeren Vordergliedmaße und zusätzlich in der Stützbeinphase der äußeren Vordergliedmaße auf. Fünfgängig veranlagte Islandpferde zeigten signifikant häufiger (p < 0,05) und deutlich ausgeprägter klinisch nicht eindeutig pathologische Bewegungsasymmetrien im Trab auf der Kreisbahn im Bereich der Vorhand. Islandpferden mit einem „unerwartetem Asymmetriemuster“ mit Betonung einer Vordergliedmaße wiesen zum Großteil eine Lahmheit (n = 10) auf. Islandpferde „ohne deutliche Bewegungsasymmetrie“ (n = 16) waren zu 75 % viergängig veranlagt (100 % der heterozygote Anlagenträger für das DMRT3-Gen, CA-Genotyp). Das Ganganalysesystem Sleip© detektierte Bewegungsasymmetrien häufiger und in höhergradiger Ausprägung als die subjektive Untersuchung. Die Diagnosestellungen der vier Tierärzte mit unterschiedlichem Erfahrungsgrad unterschieden sich signifikant (p < 0,05) von Sleip©. Vor allem die Erfahrung in orthopädischen Untersuchungen wirkte sich positiv auf die Sensitivität und Übereinstimmung bezüglich der Lahmheitsbeurteilung und Klassifizierung in eine Gangmustergruppe aus.

Keywords: Islandpferde, Objektive Ganganalyse, Tierärzte, Bewegungsasymmetrie, Kreisbahn

Pengliang Li, Xuyan Wu, Wei Wang, Cheng Zhang, Xiaochen Yang, Jixiang Li

Abstract

Impaction is one of the most common disease of the cecum in horses. It is important to distinguish between acute and chronic recurrent cases. Acute impaction occurs suddenly and resolves within a few days with medical and/or surgical treatment whereas in chronic cases the impaction within the base or the whole cecum occurs repeatedly at irregular intervals. The chronic recurrent cecal impaction (CRCI) is characterized by hypertrophy of muscle in the cecal base or entire cecum. The pathogenesis is not fully understood: hypothesis is that the cecal impaction induces a distension during the contraction of the circular muscle layer which is a stimulus of a hypertrophy of the circular and longitudinal muscle layer in the cecum. Furthermore, neuronal density in the plexus myentericus was found to be decreased significantly in the cecal wall of CRCI. Initially, in cases of CRCI the cecocolic orifice is not entirely blocked allowing partial transit of ingesta. Hypertrophy of the muscle layer (longitudinal and circular muscle) begins at the cecal base and as the disease progresses, the cecocolic opening becomes completely obstructed due to the automatic closure mechanism. The rectal and ultrasound exam are the most useful diagnostic steps while different degrees of cecal impaction and/or tympany, a marked thickening and cecal wall contractility due to palpation are found. The hypertrophy can be regarded as a pathognomonic sign. Treatment in our study was done by surgical enlargement of the cecocolic orifice (created by Huskamp 1990). Tissue samples of defined cecal regions were taken during surgery or necropsy: the circular and longitudinal muscle layer were significantly thicker, linear neuron densities were significantly lower each compared to clinically healthy horses. Based on smooth muscle thickening and neuron deficit, rectally palpable and ultrasound visible cecal wall thickening, horses suffering from CRI have a poor prognosis. Surgery by enlargement of the cecocolic orifice in horses with CRCI have a better prognosis if only the cecal base has a thickening and a normal cecal body wall.

Keywords: horses, chronic recurrent cecal impaction, surgical treatment enlargement cecocolic orifice, long-term survival

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