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Überprüfung der Zuverlässigkeit der zytologischen Unters uchung von Tracheobronchialsekret und bronchoalveolärer Lavage als Mittel zur Diagnosestellung von equinem Asthma

Retrospektive Studie der Pferde mit chronisch rekurrierender Blinddarmobstipation nach chirurgischer Versorgung mittels Erweiterungsplastik des Ostium caecocolicum

Paula J. Pöhlig , Philip Schmitz , Heidrun Gehlen

Abstract

Ziel dieser Arbeit war der Vergleich zytologischer Ergebnisse und Verdachtsdiagnosen zwischen und innerhalb verschie dener Labore, um die Zuverlässigkeit der zytologischen Untersuchung von Tracheobronchialsekret (TBS) und Bronchoalveolärer Lavage (BAL) als diagnostisches Mittel zur Diagnosestellung von equinem Asthma zu überprüfen. Als Studienpopulation standen 15 Pferde zur Verfügung, die zur Abklärung respiratorischer Symptome vorgestellt wurden. Im Rahmen der Atemwegsuntersuchungen erfolgte zunächst die Diagnose stellung in der Klinik für Pferde der Freien Universität Berlin. Im Anschluss erfolgte der Versand von unterschiedlichen luftgetrockneten Ausstri chen aus den gleichen TBS- und BAL-Proben der Studienpferde an vier Fremdlabore sowie zusätzlich eine verblindete zytologische Beurteilung der Ausstriche durch zwei klinikinterne Untersucher. Die Angaben zur Differentialzellzählung der zytologischen Auswertung des TBS und der BAL wiesen bei den Fremdlaboren z.T. erhebliche Unterschiede auf. Zum einen wurden semiquantitative Angaben, zum anderen Prozentzahlen bei der Differenzialzellzählung angegeben. Um die interindividuelle Varianz der Ergebnisse verschiedener Labore beurteilen zu können, wurde ein vereinheitlichtes Scoring System zur zytologischen Befundung von TBS und BAL erarbeitet. Beim Vergleich der intraindividuellen Übereinstim mung der Ergebnisse konnte bestätigt werden, dass eine gute Übereinstimmung der Ergebnisse zur Anzahl der neutrophilen Granulozyten bei fast allen Laboren und Untersuchern in der BAL und im TBS erreicht wurde (ICC > 0,75, gewichtetes Kappa > 0,6). Darüber hinaus erreichten die Labore, die Prozentangaben zur Differentialzellzählung machten, bei Makrophagen, Lymphozyten, eosinophilen Granulozyten und Mast zellen ebenfalls eine gute Übereinstimmung. Die semiquantitativen Angaben resultieren in einer geringeren Reproduzierbarkeit der Ergebnisse zu den Zellarten der Differentialzellzählung innerhalb anderer Labore. Beim interindividuellen Vergleich der Ergebnisse zwischen allen Laboren konnte ebenfalls eine gute Reproduzierbarkeit der Ergebnisse bei den neutrophilen Granulozyten in der BAL und im TBS erreicht werden (Krip pendorff’s α > 0,7). Die Ergebnisse zu allen weiteren Zellarten der Differentialzellzählung variierten deutlicher zwischen den Laboren. Bei den lungengesunden Pferden wurde durch die Fremdlabore häufig mildes-moderates equines Asthma diagnostiziert. Bei den erkrankten Pferden wurde meistens equines Asthma diagnostiziert, allerdings variierte der Schweregrad der Erkrankung zwischen und innerhalb der Labore. Ein Labor stellte darüber hinaus bei fünf Pferden die Diagnose einer bakteriellen Bronchitis. Somit konnten einige intra- und interindividuellen Unterschiede der zytologischen Ergebnisse und der Verdachtsdiagnosen zwischen und innerhalb der Labore festgestellt werden. Es kann ge schlussfolgert werden, dass die zytologische Untersuchung nur zu einem kleinen Teil zur endgültigen Diagnosestellung herangezogen werden sollte und die klinischen Befunde den größten Einfluss auf die Diagnose und damit die weitere Therapie haben sollten. Darüber hinaus besteht der Bedarf einer einheitlichen zytologischen Beurteilung von TBS und BAL, um Ergebnisse zwischen verschiedenen Laboren vergleichen zu können. Als Vorschlag für eine vereinheitlichte Befundung soll das in dieser Studie erstellte Scoring System dienen.

Keywords: Equines Asthma, Tracheobronchialsekret, bronchoalveoläre Lavage, zytologische Untersuchung, Differentialzellzählung, Diagnostik, intra- und interindividuelle Varianz

Pengliang Li, Xuyan Wu, Wei Wang, Cheng Zhang, Xiaochen Yang, Jixiang Li

Abstract

Impaction is one of the most common disease of the cecum in horses. It is important to distinguish between acute and chronic recurrent cases. Acute impaction occurs suddenly and resolves within a few days with medical and/or surgical treatment whereas in chronic cases the impaction within the base or the whole cecum occurs repeatedly at irregular intervals. The chronic recurrent cecal impaction (CRCI) is characterized by hypertrophy of muscle in the cecal base or entire cecum. The pathogenesis is not fully understood: hypothesis is that the cecal impaction induces a distension during the contraction of the circular muscle layer which is a stimulus of a hypertrophy of the circular and longitudinal muscle layer in the cecum. Furthermore, neuronal density in the plexus myentericus was found to be decreased significantly in the cecal wall of CRCI. Initially, in cases of CRCI the cecocolic orifice is not entirely blocked allowing partial transit of ingesta. Hypertrophy of the muscle layer (longitudinal and circular muscle) begins at the cecal base and as the disease progresses, the cecocolic opening becomes completely obstructed due to the automatic closure mechanism. The rectal and ultrasound exam are the most useful diagnostic steps while different degrees of cecal impaction and/or tympany, a marked thickening and cecal wall contractility due to palpation are found. The hypertrophy can be regarded as a pathognomonic sign. Treatment in our study was done by surgical enlargement of the cecocolic orifice (created by Huskamp 1990). Tissue samples of defined cecal regions were taken during surgery or necropsy: the circular and longitudinal muscle layer were significantly thicker, linear neuron densities were significantly lower each compared to clinically healthy horses. Based on smooth muscle thickening and neuron deficit, rectally palpable and ultrasound visible cecal wall thickening, horses suffering from CRI have a poor prognosis. Surgery by enlargement of the cecocolic orifice in horses with CRCI have a better prognosis if only the cecal base has a thickening and a normal cecal body wall.

Keywords: horses, chronic recurrent cecal impaction, surgical treatment enlargement cecocolic orifice, long-term survival

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